Punta Levante

Setzt man den Weg von der Untiefe von Punta Arresto längs der Ostküste von Molara in Richtung des offenen Meeres fort, gelangt man an einen Küstenstreifen, der von dem typischen, mediterranen Buschwald dieser kleinen Insel überzogen und von großen Granitformationen gekennzeichnet ist.

Ein unglaublicher Anblick für die Taucher, die vom Wind und dem Meer gestaltete, merkwürdige Felsen sehen können: Ein Seepferdchen, ein Falke, ein Pferdekopf, ein Elefant, unglaublich wahrheitsgetreu. Im Sommer, wenn man hier am frühen Nachmittag anlegt, hört man das Zirpen der Zikaden und der Grillen, die uns daran erinnern, dass diese Insel, die zwar privat und somit unzugänglich ist, trotzdem der Natur ihren Lauf lassen muss.

Die gesamte Tauchstrecke längs dieser Seite der Insel weist Landschaften und Farben auf, die nur Sardinien bieten kann. Und so kann es vorkommen, dass der mächtig durch den Kanal von Tavolara fegende Maestrale-Wind die Gischt an der Meeresoberfläche aufsteigen lässt, während man an der Windschattenseite Zuflucht in einer der vielen kleinen Buchten finden kann.

Punta Levante, nach der dieser Tauchgang benannt ist, ist auch für Schnorcheltaucher interessant, denn in den vielen Höhlen und Spalten leben zahlreiche Arten, während die Kormorane auf den Felsen sitzend diese merkwürdigen Besucher betrachten und ihre Flügel an der Sonne trocknen.

Das Boot wird an einer großen Untiefe vertäut, wo man die Möglichkeit hat, einen langen Tauchgang zu unternehmen, der bei günstigen Wetterbedingungen sehr vielseitig und interessant ist, da er angesichts der geringen Tiefe von nur 6 m auch für weniger erfahrene Taucher geeignet ist.

Unter dem Wasser kann man Geißbrassen, Zahnbrassen, Meerraben, braune Zackenbarsche, Barrakudas beobachten. Schwärme von Mönchsfischen, Mademoisellefischen und Brandbrassen tummeln sich an den Felsspitzen, während man in größeren Tiefen zwischen den Gesteinsbrocken kleine Langusten und kleine Bärenkrebse, Muränen, Meeraale und Froschquappen in den schattigeren Bereichen sehen kann.

Für die Liebhaber der Makrofotografie gibt es hier zahlreiche Nacktschnecken.